Geruchssinn
Der Geruchssinn ist unser ursprünglichster Sinn. Er ist der Einzige, der direkt mit dem Gehirn, dem Lymbischen System verbunden ist und beeinflusst alle Bereiche des Menschen, Körper, Geist und Seele, Gefühle und Erinnerungen.
Düfte begleiten uns von Kindheit an. Wir speichern sie ab und erkennen sie treffsicher über Jahrzehnte hinweg wieder. Sie beeinflussen und unterstützen uns in vielerlei Hinsicht. Selbst Lebenspartner werden, wenn auch unbewusst, über den Geruch ausgewählt. Der Mensch kann etwa 10 000–30 000 Gerüche unterscheiden.
Wie nimmt man einen Geruch war?
Beim Einatmen durch die Nase strömt die Atemluft an der Riechschleimhaut entlang, die eine Oberfläche von 2,5–5 cm² aufweist und etwa 10–30 Millionen Riechzellen enthält. Diese wiederum besitzen Büschel von besonders feinen Sinneshärchen.
In den Riechzellen reagieren Eiweisse mit den Duftmolekülen der Duftstoffe und lösen dabei einen chemischen Reiz aus. Dieser wird in ein elektrisches Signal umgewandelt.
Der Riechkolben leitet das elektrische Signal weiter, direkt in den Thalamus, der Steuerzentrale für Sinneswahrnehmungen im Gehirn. Im Geruchszentrum des Grosshirns werden die Informationen über die Duftwahrnehmung gespeichert und mit bisherigen Duftmerkmalen verglichen.